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Missions-Morgen mit Wycliffe

Unsere Geschichte beginnt ca. 1900 Jahre vor Christus. In der Stadt Babylon wollten die Menschen einen Turm bauen, der bis in den Himmel reichen solle. Damals beschloss Gott: "Sie sind ein einziges Volk mit einer gemeinsamen Sprache. Was sie gerade tun, ist erst der Anfag, denn durch ihren vereinten Willen wird ihnen von jetzt an jedes Vorhaben gelingen! Wir werden hinuntersteigen und ihre Sprache verwirren, damit keiner mehr den anderen versteht!" 1. Mose 11.6

Seit dieser Begebenheit haben wir ein Problem. Wir verstehen uns nicht mehr. Leider müssen wir wegen diesem Ereignis auch die Bibel in unsere Sprache übersetzen, damit wir sie verstehen können. John Wycliffe, ein englischer Theologe und Philosoph war der Erste in Europa, der sich erlaubte, die Heilige Schrift in seine eigene Muttersprache zu übertragen, damit auch ungebildete Leute Gottes Wort lesen und studieren konnten. 1383 vollendete er dieses Werk. Nach diesem Kirchenreformer ist heute eine Missionsgesellschaft benannt, welche genau dies zum Ziel hat. Allen Völkern auf der Erde Gottes Wort in ihre Sprache zu übersetzen.




Wycliffe bei uns zu Besuch


Wir haben zwar schon lange das Glück, die Bibel in Deutsch oder sogar im Baselbieter Dialekt lesen zu können. Aber es gibt immer noch viele Völker, die erst eine Fremdsprache lernen müssen, bevor sie Gottes Wort selber lesen können. Stellt euch einmal vor, ihr müsstet die Bibel in Französisch lesen! Das wäre ganz schön schwierig! Herr und Frau Ernst und Herr Ackermann kamen zu uns zu Besuch. Herr Ernst ist als Kind eines Missionars in Afrika aufgewachsen und konnte viele tolle Dinge erzählen, wie man dort so lebt.

Spiele der Kinder in Afrika


Kinder in Afrika haben viele tolle Ideen. So basteln sie sich aus Lumpen einen Ball und spielen sehr oft Fussball. Da ihr "Rasen" nicht so eben ist, werden sie wahre Kopfballkünstler. Auch sonst rollt der Ball kaum auf dem Boden. Die Kinder spielen ihn sich oft in der Luft zu.

Aus Drähten und Blechdosen bauen sie sich die tollsten Vehikel. So durften wir ein Motorrad und einen Landrover bestaunen. Kaum zu glauben, dass diese aus "Abfall" zusammen gebastelt wurden. Die Mädchen machen viele Hüpf- oder Klatschspiele. Darin müssen sie wahre Meisterinnen sein.

Das Leben der Kinder in Afrika


Viele Kinder in Afrika müssen aber auch hart arbeiten. So gehört es zu ihrer Pflicht, das Vieh zu hüten, oder Wasser für die Familie am Brunnen zu holen. Dieser ist meist sehr weit weg. Wegen der vielen Arbeit kommen die Kinder oft zu spät in die Schule. Dann wird der Lehrer sehr böse und sie werden bestraft. Die Lehrer in Afrika sind sehr streng. Sie haben viele Kinder in einer Klasse. Er möchte, dass die Kinder viel lernen und nicht im Unterricht fehlen.

Die Kinder gehen auch auf die Jagd. Sie bauen Fallen. Mit diesen erlegen sie alles Mögliche. Von Mäusen bis zu kleinen Antilopen.


Das Leben als Missionar




Wir hörten aber auch, wie es ist, als Missionar in einem fremden Land zu leben. Mit einem spannenden Seilziehen erlebten wir, was ein Missionar braucht, um die Gefahren und Herausforderungen in der Mission bewältigen zu können. Wir erfuhren, dass Krankheiten wie die Malaria die Mission gefährden können. Aber auch kritisch gestimmte Häuptlinge, fremde Sprachen, unwegsames Gelände, mangeldne Finanzen etc.

Auf der Gegenseite stand entsprechend gute ärztliche Versorgung, gute Sprachkenntnisse, gute Beziehungen zu Einheimischen, eine gute Ausrüstung für das Gelände, wie ein Flugzeug, etc. Nur leider reichte das immer noch nicht! Die Hindernisse gewannen trotzdem noch unser Seilziehen! Das kann doch nicht möglich sein!

Nun zückte Herr Ernst die stärkste Waffe! Die Beter! Endlich gelang unsere Mission! Alle Hindernisse wurden überwunden und wir können auf der ganzen Welt die Gute Nachricht verbreiten.

Spenden sammeln


Gegen Ende des Morgens bekamen wir noch eine ganz spezielle Lektion! Herr Ackermann überreichte uns 5 Franken Startkapital. Dieses Geld sollen wir mit unseren Ideen für die Mission vermehren. Wir sammelten Ideen, wie wir das machen könnten. Von Glace-Stand zu Schuhputzaktion, über einen Blumenverkauf oder Lieder vorsingen,... kamen uns jede Menge Ideen.

Nun macht sich die Primarschule der FCSL an die Arbeit, das Geld zu vermehren, damit noch mehr Menschen auf der ganzen Welt die Bibel in ihrer eigenen Sprache lesen können und Gott kennen lernen.

 

Sandra Schenkemeyer, Lehrerin 3.-5. Primar